über uns

Betrieb: Pfrunder-Wildfarm
Eingebettet in eine dynamische Obstgartenlandschaft, liegt unser Betrieb am Westhang des Laubberges in der Gemeinde Gansingen (Kt. Aargau) im Jurapark. Artenreiche Naturwiesen und Weiden mit vielen Hochstammobstbäumen prägen das landschaftliche Charakterbild unserer Betriebsfläche. Unser Feldobstgarten erstreckt sich über die gesamte Betriebsfläche. Am Westhang des Laubberges und über den Bürerberg ergibt sich einer der schönsten Obstgartenlandschaften im Kanton Aargau. Uns ermöglicht diese heutzutage nicht mehr alltägliche Produktionsart einen Mehrfachnutzen. Einerseits besteht ein Obernutzen in Form von reifen Früchten, die wir zu vorzüglichen sortenreinen Destillaten, Dörrfrüchten und Konfitüren verarbeiten. Andererseits existiert ein Unternutzen in Form von Raufuttergewinnung (Heu und Emd) und in den Hirschweiden sind sie in den Sommermonaten, ein willkommener Schattenspender für die Tiere. Ein Feldobstgarten bietet zudem auch wertvolle Lebensräume für Kleintiere, Insekten und vor allem für Vögel. Nicht selten treffen Sie bei uns den Turmfalken auf seinen Rundflügen (Vogel des Jahres 2008), den Neuntöter und div. Spechtarten (Grünspecht, Buntspecht etc). Alle Vögel gelten als „potentiell gefährdet“ und der Bestand ist rückläufig, dies nicht zuletzt aufgrund der fehlenden Lebensräume. Dank der arrondierten Betriebsfläche können wir guten Einfluss nehmen auf eine grossflächige Harmonie zwischen Natur und Landschaft. Suchen Sie den Einklang mit der Natur? Bei uns werden Sie ihn finden, denn gerade am Laubberg ergeben die Vielfalt der Fauna und Flora eine aussergewöhnliche Biodiversität.

Schalenwild und Co.
Die Damhirsche zählen heute zu unserem Hauptbetriebszweig. 1999 begannen wir mit der Planung, Damhirsche im Gebiet Laubberg zu halten. Nach langem Bewilligungsverfahren erwarteten wir mit Spannung im April 2002 die erste Gruppe mit 10 Muttertieren und 10 Schmaltieren in unserer Weide. Es war ein herrlicher Augenblick als die Tiere neugierig ihre neue Heimat erkundeten. Aufgrund der grossen Nachfrage für unser Damhirschfleisch, vergrösserten wir in den darauffolgenden Jahren die Herde sowie auch unsere Weideflächen. Im Jahre 2007 realisierten wir zwischen zwei Weiden eine Tunnelverbindung unter der Betriebszufahrtsstrasse hindurch. Dieser ermöglicht uns die Damhirsche jederzeit und ohne Stress für die Tiere von einer Weide zur anderen zu zügeln. Wir können dadurch auch die Weidefläche vergrössern wenn dies extreme Wetterbedingungen wie starker Regen oder Trockenheit erfordern. Über die Wintermonate 2009/2010 konnten wir eine weitere Etappe Hirschzaun auf der Parzelle Rüti erstellen. So beträgt die Weidefläche für unsere 70-80 Muttertiere, rund 10 ha und ermöglicht so ein gutes Weidemanagement. Auch diese Parzellen konnten mittels eines beachtlichen Tunnels von 17 Meter Länge, miteinander verbunden werden. Es ist eine Freude mit diesen faszinierenden Tieren zu arbeiten!

Kaninchenhaltung
Unseren Kaninchen sind vorwiegend weiss mit roten Augen und gehören zur Rasse: Zimmermannkaninchen (ZiKa). Sie entsprechen den Bedürfnisse der Kunden für ein zartes, helles und saftiges Fleisch. Sie kommen auf unseren Betreib ca. 1 Monat alt. Sie leben bei uns bis zur Schlachtung nach den strengen Vorschriften der besonders tierfreundlichen Stallhaltung, kurz BTS. Das heisst, die Tiere werden in Gruppen gehalten, sie haben ausreichend Platz zu hüpfen, finden eine eingestreute Fläche vor um ihren natürlichen Trieb zum Scharren zu befriedigen und haben ausreichend Holz zum nagen in ihren Boxen. Sie erhalten zwei Mal pro Tag eine Ration Heu. Auf unserem Betrieb pflegen wir  rund 1000 Mastkaninchenplätze. Die Arbeit mit den Kaninchen ist ruhig und sanft. Sie verlangt eine gute Beobachtungsgabe und ein gutes „Gespür“ für die Tiere.

Schafhaltung
Das Schaf gehört zur Gruppe der Horntiere aus der Familie der Ziegenartigen (Caprinae) und war bereits bei den Pfahlbauern in der Jungsteinzeit ein geschätztes Haustier. Sie stammen vom Mufflon ab und kommen ursprünglich aus dem nahen Osten. Dank ihrer grossen Anpassungsfähigkeit haben sich diese Tiere über fast die ganze Welt ausgebreitet und an das jeweilige lokale Klima angepasst. Bei den Rassen unterscheidet man zwischen Fleischschafen und Milchschafe, wobei erstere in der Schweiz die grössere Bedeutung haben. Unsere Schafe sind Fleischschafe und die Herde besteht aus ca. 13 Mutterschafen und deren Lämmer. Wir halten sie das ganze Jahr über im Freien. Zu ihrem Schutz vor zu grosser Nässe oder zu starker Sonneneinstrahlung befinden sich in unseren Schafweiden diverse Hochstammobstbäume die diese Aufgabe erfüllen. Im Winterquartier haben die Schafe die Wahl sich in den wohligen Stall zurückzuziehen oder in Freien zu Unsere Schwarzkopfschafherde besteht aus ca. 14 Muttertieren und deren Lämmer. Sie pflegen für uns die Wiesen  in den Bereichen wo eine maschinelle Bewirtschaftung nur bedingt möglich ist.

Weitere Betriebsdaten:
Betriebsgrösse                     25.39 ha
Lage:  530 m ü M. am sonnigen Westhang des Laubberges, in voralpiner Hügelzohne
Feldobstbau:rund 400 Hochstammobstbäume ( Kirschen-, Zwetschgen-, Apfel-, Nuss-, Birnen, und Edelkastanie )
Damhirsche:rund 10 ha Damhirschweide
Kaninchen: rund 1000 Kaninchenplätze
Schafe: rund 14 Mutterschafe